OKX und Paypal

Über das durch Phishing – also das Ausspionieren von Zugangsdaten - gekaperte Paypal-Konto werden aktuell Krypto-Einkäufe bei der Handelsplattform OKX getätigt. Empfänger des Geldes ist die Krypto-Plattform OKX, die damit für die betrügerischen Einkäufer z.B. in Bitcoin investiert.  An dieses Geld kommt man als Betroffener aus unterschiedlichsten Gründen nicht mehr heran.

Werden die Betrügereien nicht schnell genug aufgedeckt, dann können teils 5-stellige Summen auflaufen, die in aller Regel von der Hausbank im Zuge des Lastschriftwiderufes gegenüber Paypal zurückgerufen werden. Allerdings: Damit ist das Thema ja nicht vom Tisch, denn Paypal hat den Auftrag ja angenommen und die Order ausgeführt – ob zulässig oder als Folge eines Online-Betruges ist denen dann ziemlich egal. In der weiteren Abwicklung fordert Paypal das von der Bank zurückgerufene Geld vom Accountbesitzer ein stellt die Forderung auch zeitnah auf „Inkasso“. Damit eskaliert der Forderungseinzug irgendwann.

Rechtsanwalt Fritsch: „Die Kommunikation mit Paypal ist schwierig und überfordert das normale Opfer komplett – wir übernehmen das und sorgen im besten Fall dafür, dass Paypal sich der Sache annimmt, den Betrug erkennt und auf die Forderung verzichtet!“ Natürlich muss auch geprüft werden, ob Paypal im Vorfeld die geeigneten Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat, um Diebstahl von Zugangsdaten zu verhindern.

Auf keinen Fall sollten Forderungen und Inkasso-Ankündigungen von Paypal ignoriert oder auf die lange Bank geschoben werden.  Fritsch: „Hier können sich schnell Forderungen manifestieren, die man nach verpassten Einspruchsfristen nicht mehr aus der Welt bekommt!“

 

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